Toller Sport und Hochspannung beim BoulderCUP

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Dass der unser BoulderCUP ein cooles Event ist, hat sich herum gesprochen, auch überregional. Die Mischung scheint zu stimmen: Auf der einen Seite ein Spaß-Wettkampf, bei dem einfach jeder, der gern bouldert, einen spannenden Nachmittag mit Gleichgesinnten verbringen kann. Auf der anderen Seite, dann das sportlich durchaus anspruchsvolle Finale, bei dem sich die stärksten Jungs und Mädels im wettkampfähnlichen Modus messen.Bei der 8. Auflage, am 3.Februar, waren über 200 begeisterte Boulderer am Start. Etwa die Hälfte davon Gäste, überwiegend aus Nordbayern, aber auch Münchner und Allgäuer tauchen in der Teilnehmerliste auf. Schön für uns, dass sich auch wieder eine ganze Reihe von wirklich starken Nachwuchskräften eingefunden hatten, die neben dem Spaß auch noch zum Gewinnen gekommen sind und im Finale für großen Sport sorgten

Wir betreiben für dieses Event hohen Aufwand: Beide Boulderbereiche werden komplett ausgeschraubt, der Kletterbereich wird mit Weichbodenmatten ausgestattet und ebenfall bis in 4m Höhe von allen Griffen befreit. Alle Griffe werden gereinigt und zusätzlich neue Griffe und Wandelemente beschafft. Das Schrauberteam hat dann 2 Tage Zeit, um die ca. 50 Wettkampfboulder nach einem bis ins Detail ausgetüftelten Plan zu installieren. Das Spektrum der Aufgaben reicht von gemäßigt leicht bis hin zu richtig schwer.

Der Vormittag des Wettkampftages gehört den Kindern. In drei Alterklassen, Jugend B (04, 03), C (05,06) und D (07,08 und jünger) wird zunächst um den Finaleinzug und dann in Runde 2 um die Podestplätze gerungen. Bei den Jugend D Jungs gewinnt Ben Ruckdäschel klar, obwohl er mit Jahrgang 09 einer der Jüngsten ist. Nach überzeugender Hauptrunde mit Tops in allen, vom eigenen Trainer zugeschnittenen, Bouldern, gelingen ihm als einzigem 2 Tops in den 3 Finalbouldern.

Bei den D-Mädels haben die Gäste die Nase vorn. Für die Siegerin Isabella Heinz aus Erlangen waren die Finalboulder einfach zu leicht. Schon nach 5 Minuten hatte sie alle drei getoppt. Die Zweitplatzierte Lina Fürbacher aus Nürnberg schafft auch alle drei, allerdings mit einigen Fehlversuchen. Das starke Team unserer Zwergenförderung, das mit Antonia Horbaschek, Antonia Gückel, Milla Janson und Talitha Thierfelder vier Mädels ins Finale brachte - bei 25 Starterinnen in dieser Klasse ein tolles Ergebnis - muss dort mit den Plätzen 4 bis 7 zufrieden sein.

Auch in den anderen Altersklassen waren die Coburgerinnen ganz stark: Mara Kuhles nach tollem Kampf auf Platz 2 hinter Leonie Muth aus Kempten, die bereits mehrfach bayrische Meisterin war. Und Kathi Ruckdäschel, ebenfalls 2., ganz knapp hinter Johanna Seidel aus München.

Die Jugend B Konkurrenz bei den Jungs gewinnt Noah Schreiter aus Aschaffenburg. Die Coburger Lukas Nillies, Salvador Knauer und Nils Lange folgen auf den Plätzen. Nur bei den Jugend C Jungs haben es unsere Nachwuchskräfte nicht ins Finale geschafft. Hier gewinnt Gorka Urzua aus Bamberg.

Nach den Kindern und Jugendlichen waren ab 14:00 Uhr dann die Erwachsenen, bzw. alle ab Jahrgang 02, dran. 98 Teilnehmer machten sich an die Boulderprobleme der Hauptrunde. Um ins Finale der besten 6 einzuziehen, musste man bei den Herren 121 von 125 möglichen Punkten erreichen, d.h. alle 25 Boulder schaffen, bei maximal 4 Fehlversuchen insgesamt. Bei den Damen war das Leistungsspektrum etwas breiter und es reichten 108 von 120 möglichen Punkten.

Im Damenfinale musste Sofie Paulus bis zum letzten Zug um den Sieg kämpfen. Zunächst waren die starken Bayreuther Mädels Julia Schwarz und Mia Baumann gleichwertig, alle drei konnten die Finalboulder 1 und 2 sofort klettern. Der 3. Boulder blieb von allen ungelöst. Am letzten Boulder konnte sich zunächst Magdalena Andres aus Erlangen mit einem ganz schnellen Top an die Spitze setzen, sie hatte Boulder 2 erst im 4. Versuch klettern können. Allerdings zogen Sofie und Mia mit ihrem 2. Versuch dann doch wieder vorbei. Nach den 4 Finalbouldern lagen sie gleichauf. Auch in der Hauptrunde hatten sie gleiche Punktzahl erreicht, so war ein Stechen an einem zusätzlichen Boulder nötig. Hier war die 15-jährige Mia bei ihrem ersten Versuch etwas unkonzentriert und scheiterte schon am kniffligen Einstiegszug. Sofie erledigte den Boulder souverän.

Nicht weniger spannend entwickelte sich das abschließende Herrenfinale. An den 4, sensationell gut geschraubten, Finalbouldern konnten die 6 Finalisten alles zeigen, was diesen faszinierenden Sport ausmacht. Die stark überhängenden Aufgaben 1 und 2 forderten die ganze Athletik des Boulderers, von Finger- und Handkraft bis zu hoher Körperspannung und exakten dynamischen Bewegungen. Boulder 3 dann sehr sprunglastig, mit einem irrwitzigen Abwärtssprung und einem extrem schweren Abschlussdynamo. Und zum Abschluss Boulder 4, ein Spiel zwischen Balance und Pressen an großen runden Strukturen in einer senkrechten Wand.

Es war schnell klar, dass Max Goldmann aus Aschaffenburg und Floyd Simen aus Erlangen den Sieg unter sich ausmachen würden. Die Souveränität, mit der sie die Probleme 1 und 2 abhakten war schon sehr beeindruckend. Da mussten die beiden Coburger Finalisten, Joachim Tensing - und Max Dorscht, schon deutlich intensiver hinpacken und konnten auch nur jeweils einen der ersten beiden Boulder lösen. Sie belegten am Ende die Plätze 3 und 4 mit jeweils 2 Tops. Der Zweikampf der beiden Führenden blieb dramatisch bis zum Schluss. Beide konnten alle 4 Finalboulder knacken. Es gab mehrere Führungswechsel. Max Goldmann 'veschenkte' zunächst einen Versuch an Boulder 2, an Boulder 3 waren beide im 4. Versuch erfolgreich. Boulder 4 konnte Max dann in wirklich überzeugender Manier sofort klettern, während Floyd hier 3 Versuche benötigte und damit mit Platz 2 zufrieden sein musste.
Die zahlreichen Zuschauer im Kletterzentrum waren von beiden Finalrunden begeistert. Es gab viel Lob für die Qualität der Boulder und das Gesamtevent, inklusive Pizza-Versorgung durch das Da Stefania Team und der anschließenden Party.

Wir freuen uns natürlich riesig über viel Anerkennung und den großen Teilnehmerzuspruch. Sowohl von Seiten der vielen Gäste, als auch von den Coburger Teilnehmern.
Die Organisation dieses größten Events im Jahreskalender der Sektion ist eine komplexe Aufgabe und braucht viel Ehrenamts-Geist.

Teamgeist

Es sind wirklich viele, die mich hier unterstützen und jeder einzelne Einsatz ist wichtig und verdient ein großes Dankeschön! Und wenn man mal darüber nachdenkt, wer alles so mitgemacht hat, sieht man die ganze Vielschichtigkeit:

Neben mir haben insbesondere Michl, Markus, Annika und Urs richtig viel Zeit in die Vorbereitung der Boulderräume investiert. Ein Invest, der unserem Boulderangebot, weit über den Wettkampftag hinaus, zu Gute kommt.
Bei der finalen Vorbereitung des Wettkampfs am Vortag waren - wie immer - Simone, Volker und Daniel unverzichtbar. Das der Pizzaofen genügend Starkstrom hat, sollte zwar selbstverständlich sein, macht sich aber auch nicht von allein. Simone's Preisverlosung, schon sowas wie Tradition, ist für viele wichtiger als die Siegerehrung.
Möck und Vale haben am Wettkampftag das komplette Auswertungswesen abgewickelt. Eine Aufgabe, die besonders viel Nerven kostet und schon auch mal stressig sein kann. Ganz toll dabei, die Ergebnisanzeige beim Finale in Echtzeit, von Vale an den Vortagen selbst programmiert.
Ein weiterer echter Aktivposten bei Vorbereitung und Organisation: Urs. Neben dem eigenen, knapp gescheiterten, Kampf ums Herrenfinale, zeichnet er am Wettkampftag für die tollen Fotos verantwortlich und nebenbei unterstützt er wo es geht, von der Registration bis zur Auswerung. Und an den Vortagen gab es keinen Arbeitseinsatz ohne ihn.
Das Jugendleiterteam war - auch wie immer - beim Jugendwettkampf in voller Breite am Start: 20 Boulder mussten gleichzeitig geschiedsrichtert und parallel dazu auch noch die Kids aus den eigenen Gruppen gecoacht werden.
Nicht zu vergessen: Unsere Seniorenklettergruppe. Wie im Vorjahr hat sie uns am Donnerstagabend beim Mattentransport und beim Ausschrauben in der Haupthalle vorbildlich unterstützt. Es hat richtig Spaß gemacht, bei diesem generationenübergreifenden Arbeitseinsatz dabei zu sein.
Und auch das Wieder-Reinschrauben am Sonntagmorgen, ein besonders zäher Akt, war eine Teamveranstaltung: Schuke, Olaf, Joachim, Daniel, Frank und ... Bis hin zum, von Familie Pientka mit eigenem LKW super unterstützen, Matten- und Paletten-Rücktransport.

Dank an Alle - nur so geht’s!

Bouldern boomt.

Es bietet, wie kaum ein anderer Sport, die Möglichkeit Kraft, Körperspannung und Beweglichkeit in Kombination zu trainieren, auf einfache und intuitive Weise und dabei sehr spielerisch. Als Hallensport hat das Bouldern dem Klettern mit Seil längst den Rang abgelaufen. Um das Bouldern als echten Breitensport anzubieten, braucht es allerdings entsprechende Hallen. Und es ist sehr schade zu sehen, dass in wir als Sektion, die Chance ungenutzt lassen, die eine eigene Boulderhalle bieten würde.

Bernd


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